Social-Media-Kennzahlen: Was du wirklich messen solltest
Ohne Messung bleibt Social Media Bauchgefühl. Mit den richtigen fünf Kennzahlen siehst du in zehn Minuten pro Monat, was funktioniert – und kannst deine Stunde pro Woche dort investieren, wo sie Gäste bringt.
Eitelkeitskennzahlen vs. wirksame Kennzahlen
Follower-Zahl und Likes fühlen sich gut an, sagen aber wenig darüber, ob jemand deshalb bei dir reserviert. Wirksame Kennzahlen messen Reichweite bei der richtigen Zielgruppe, Handlungen (Klicks, Profilbesuche, Nachrichten) und im besten Fall Reservierungen oder Bestellungen.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | Bedeutung | Orientierung |
|---|---|---|
| Reichweite (lokal) | Wie viele Menschen im Umkreis haben Inhalte gesehen? | Stetig wachsend; Anteil Nicht-Follower bei Reels über 50 % |
| Interaktionsrate | Reaktionen ÷ Reichweite | 3 – 6 % bei Beiträgen ist gut |
| Profilbesuche | Wer schaut sich nach einem Beitrag das Profil an? | Zeigt Interesse über den Beitrag hinaus |
| Link-Klicks | Klicks auf Reservierung, Website, Route, Bestellung | Die wichtigste Handlungskennzahl |
| Nachrichten und Kommentare mit Fragen | Direkte Kaufabsicht („Habt ihr Samstag noch Platz?“) | Antwortzeit unter 1 Stunde in Öffnungszeiten |
| Speicherungen und Teilungen | Beitrag wurde gemerkt oder weitergeleitet | Starkes Signal für Planungsabsicht |
Die Verbindung zum Geschäft herstellen
Der schwierigste Schritt ist der Nachweis, dass Social Media Gäste bringt. Mit einfachen Mitteln wird das messbar:
- Reservierungslink mit Quelle: Der Link in der Profilbeschreibung führt auf die Reservierungsseite mit Kennung – das Reservierungssystem zeigt Buchungen aus diesem Kanal
- Frage bei der Reservierung: „Wie hast du von uns erfahren?“ als optionales Feld
- Aktionscodes: Ein Code aus dem Beitrag, den der Gast an der Kasse nennt
- Event-Anmeldungen: Tickets oder Anmeldungen über den Social-Media-Link
- Zeitlicher Zusammenhang: Reservierungen und Umsatz in den 48 Stunden nach einem reichweitenstarken Beitrag beobachten
Die monatliche Auswertung
- 1Die fünf reichweitenstärksten Beiträge ansehen: Was haben sie gemeinsam (Säule, Format, Uhrzeit)?
- 2Die fünf schwächsten Beiträge ansehen: Was fehlt?
- 3Link-Klicks und Reservierungen mit Quelle Social Media notieren
- 4Follower-Wachstum und Anteil lokaler Follower prüfen
- 5Eine Konsequenz für den nächsten Monat ableiten – z. B. mehr Team-Inhalte, andere Uhrzeit
Führe eine einfache Monatstabelle mit diesen fünf Werten. Nach drei Monaten siehst du Trends, die kein einzelner Beitrag zeigt – und kannst begründet entscheiden, wofür deine Zeit am besten eingesetzt ist.
