Küchenprozesse für Lieferung und Abholung optimieren
Die Küche ist dieselbe, die Anforderungen sind andere: Lieferbestellungen müssen pünktlich, vollständig und transportfähig verpackt sein – während im Restaurant der Service läuft. Mit klaren Prozessen gelingt beides.
Kanäle trennen, Küche zusammenhalten
Lieferbestellungen sollten in der Küche sofort als solche erkennbar sein – durch farbige Bons, eigene Spalte im Küchendisplay oder feste Kennzeichnung. Sie brauchen andere Prioritäten: Ein Restaurantgast wartet am Tisch, ein Fahrer steht in fünf Minuten an der Tür. Definiere, wer bei Konflikten entscheidet, und richte die Reihenfolge nach Abholzeit statt nach Eingang aus.
Die Packstation
- Fester Bereich nahe der Ausgabe mit allen Verpackungen, Besteck, Servietten, Saucenbechern
- Etikettendrucker oder Bons mit Bestellnummer, Kanal und Inhalt zum Aufkleben
- Checkliste pro Bestellung: Alle Positionen, Extras, Getränke, Beilagen?
- Warmhaltebereich oder -schrank für fertige Bestellungen bis zur Abholung
- Abholregal mit Nummern, damit Fahrer und Abholer ohne Nachfrage zugreifen können
Kapazität steuern statt erleiden
Deine Küche hat eine Obergrenze. Wird sie überschritten, leiden alle Kanäle: Restaurantgäste warten, Lieferungen kommen kalt an, Bewertungen sinken. Steuere aktiv:
- Zubereitungszeiten je Tageszeit an Plattformen melden – freitags 20 Uhr realistisch 45 statt 25 Minuten
- Maximale Bestellungen pro Zeitfenster festlegen
- Bei Überlastung einzelne Plattformen kurz pausieren
- Liefergebiet in Stoßzeiten verkleinern, um Fahrzeiten zu reduzieren
- Eigene Abholslots im Webshop begrenzen
Übergabe an Fahrer und Abholer
Der Übergabepunkt sollte außerhalb des Servicebereichs liegen – Fahrer im Gastraum stören Gäste und Personal. Ein separater Eingang oder ein Fenster ist ideal. Bestellnummern gut sichtbar, kurze Wege, klare Zuständigkeit. Bei Verspätungen des Fahrers: fertige Bestellungen im Warmhaltebereich, nicht auf der Theke.
Qualität sichern
- Verpackung testen: Gericht 20 Minuten stehen lassen und probieren
- Komponenten trennen (Sauce separat, Salat getrennt, Frittiertes mit Lüftung)
- Heiß und kalt in getrennten Behältern
- Reklamationen je Gericht auswerten – Gerichte mit schlechter Transportqualität aus der Lieferkarte nehmen
- Stichproben durch die Küchenleitung: eine Bestellung pro Schicht öffnen und prüfen
