VertiefungTeil 3 von 4 · Smarte Order-Lösungen

Digitale Speisekarte: Mehr als ein PDF auf dem Smartphone

Viele Betriebe haben in den letzten Jahren einen QR-Code auf den Tisch geklebt, der zu einem PDF führt. Das ist kein digitales Menü, sondern eine digitale Kopie eines analogen Problems. Eine echte digitale Speisekarte kann deutlich mehr.

2 Min. LesezeitAktualisiert: Herstellerneutral

Warum ein PDF nicht reicht

  • Auf dem Smartphone muss gezoomt und geschoben werden – Gäste geben auf
  • Preisänderungen erfordern neues Layout, neuen Export, neuen Upload
  • Keine Fotos, keine Filter, keine Suchfunktion, keine Sprachen
  • Tagesgerichte und ausverkaufte Artikel sind nicht aktuell
  • Keine Verbindung zur Kasse – Preise laufen auseinander

Was eine gute digitale Karte leistet

  • Mobil optimiert mit Kategorien, Suche und Sprungmarken
  • Fotos und Beschreibungen, die Appetit machen und Fragen vorwegnehmen
  • Allergene und Zusatzstoffe direkt am Gericht, optional mit Filter („ohne Gluten“)
  • Mehrsprachigkeit per Klick – automatisch übersetzt und redaktionell geprüft
  • Tagesaktualität: Tagesgerichte, Verfügbarkeit und Preise zentral in Sekunden ändern
  • Anbindung an die Kasse: ein Artikelstamm für Karte, Kasse und Bestellkanäle
  • Erweiterbar um Bestell- und Bezahlfunktion, wenn du später möchtest

Rechtliche Pflichtangaben

Auch digital gelten die Vorgaben der Preisangabenverordnung und der Lebensmittelinformations-Verordnung: Preise inklusive Mehrwertsteuer, Angabe von Allergenen und kennzeichnungspflichtigen Zusatzstoffen (Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker usw.), bei Getränken Füllmengen. Ein Vorteil der digitalen Karte: Änderungen an Rezepturen lassen sich sofort nachpflegen – ohne Karten neu zu drucken.

Achtung

Halte weiterhin eine gedruckte Karte oder eine Tafel bereit. Nicht jeder Gast hat ein Smartphone dabei oder möchte es nutzen – und bei Empfangsproblemen darf die Bestellung nicht scheitern.

Gestaltungstipps aus der Praxis

  • Weniger ist mehr: 6 – 8 Gerichte pro Kategorie sind übersichtlicher als 20
  • Ein einheitlicher Bildstil – lieber keine Fotos als schlechte
  • Beschreibungen mit maximal zwei Zeilen, Herkunft und Zubereitung statt Adjektiv-Ketten
  • Empfehlungen und Kombis („Passt dazu“) sparsam einsetzen
  • Preise ohne Währungssymbol und ohne Punkt-Linien wirken weniger „preisgetrieben“
Praxis-Tipp

Nutze die digitale Karte als Testfeld: Ändere Reihenfolge oder Beschreibung eines Gerichts und beobachte in der Kasse, ob sich der Absatz verändert. Solche Tests sind gedruckt unmöglich.

Herstellerneutral: In unseren Insights nennen wir bewusst keine konkreten Systeme oder Anbieter. Welche Lösung zu deinem Betrieb passt, klären wir gemeinsam in der Beratung.
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Geschrieben vom Team von gastro-beratung.de

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